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Kommunale Wärmeplanung 2026 — Stand, Fristen & was sie für Ihre Heizung bedeutet

Die kommunale Wärmeplanung zeigt, welche Gebiete voraussichtlich ein Wärmenetz bekommen — und wo die Wärmepumpe die naheliegende Lösung ist. Pflichten für Eigentümer entstehen daraus nicht. Wer nicht in einem geplanten Wärmenetzgebiet liegt, muss nicht warten.

30.06.2026
Frist Großstädte (abgelaufen)
30.06.2028
Frist alle anderen
Keine
Pflichten für Eigentümer
733
Städte im Überblick

Was ist die kommunale Wärmeplanung?

Nach dem Wärmeplanungsgesetz (WPG) mussten Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern bis 30.06.2026 einen Wärmeplan vorlegen; alle anderen haben bis 30.06.2028 Zeit (Einwohnerzahl Stand 01.01.2024, für Gemeinden unter 10.000 Einwohnern je nach Landesrecht vereinfachtes Verfahren). Der Plan ist ein strategisches Planungsinstrument: Er zeigt, welche Gebiete voraussichtlich für Wärmenetz, Wasserstoff oder dezentrale Versorgung — meist per Wärmepumpe — geeignet sind.

Was bedeutet das für Ihre Heizung?

Der Wärmeplan begründet keine Pflichten für Eigentümer — und seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, beschlossen 10.07.2026) auch keine Heizungsvorgaben mehr. Ein Anschlusszwang an ein Wärmenetz kann nur durch eine separate kommunale Satzung entstehen. Die KfW-Förderung gilt unabhängig vom Wärmeplan; der Wärmeplan ist kein Installationsverbot.

Was tun als Eigentümer?

Prüfen Sie den Stand auf der Website Ihrer Stadt bzw. Gemeinde oder im Wärmewendeatlas des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW). Liegt Ihr Haus nicht in einem geplanten Wärmenetzgebiet, müssen Sie nicht warten: Die Wärmepumpe ist dann die naheliegende Lösung — jetzt planen und Förderung sichern, bevor der Klimageschwindigkeitsbonus ab 01.02.2027 sinkt. Wir helfen kostenlos bei der Einschätzung.

Häufige Fragen zu Kommunale Wärmeplanung

Wie weit ist die kommunale Wärmeplanung in Ihrer Stadt?▾
Den aktuellen Stand der Wärmeplanung in Ihrer Stadt veröffentlicht die Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung auf ihrer Website (Stichwort „Wärmeplanung“ oder „Wärmewende“). Einen bundesweiten Überblick, welche Kommunen ihren Wärmeplan bereits beschlossen haben oder daran arbeiten, bietet der Wärmewendeatlas des Kompetenzzentrums Kommunale Wärmewende (KWW): https://www.kww-halle.de/praxis-kommunale-waermewende/kww-waermewendeatlas. Wichtig: Für Ihre Heizungsentscheidung müssen Sie nicht auf den fertigen Plan warten.
Bis wann muss der Wärmeplan in Ihrer Stadt vorliegen?▾
Das hängt von der Einwohnerzahl ab (Stand 01.01.2024): Gemeinden mit mehr als 100.000 Einwohnern mussten ihren Wärmeplan bis 30.06.2026 vorlegen — diese Frist ist abgelaufen. Alle anderen Gemeinden haben bis 30.06.2028 Zeit; für Gemeinden unter 10.000 Einwohnern ist je nach Landesrecht ein vereinfachtes Verfahren möglich. Eine optionale „kleine Wärmeplanung“ für Gemeinden unter 15.000 Einwohnern ist geplant (WPG-Novelle, Kabinettsbeschluss 27.05.2026). Ob der Wärmeplan in Ihrer Stadt schon beschlossen ist, sehen Sie auf der Website der Stadt bzw. Gemeinde.
Was bedeutet die Wärmeplanung in Ihrer Stadt für meine Heizung?▾
Zunächst nichts Verpflichtendes: Der Wärmeplan ist ein strategisches Planungsinstrument der Kommune. Er zeigt, welche Gebiete in Ihrer Stadt voraussichtlich für ein Wärmenetz, für Wasserstoff oder für eine dezentrale Versorgung (meist Wärmepumpe) geeignet sind. Pflichten für Eigentümer entstehen daraus nicht — und seit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG, beschlossen 10.07.2026) auch keine Heizungsvorgaben mehr. Ein Anschlusszwang an ein Wärmenetz kann nur durch eine separate kommunale Satzung entstehen.
Muss ich wegen der Wärmeplanung in Ihrer Stadt meine Heizung tauschen?▾
Nein. Mit dem GModG (beschlossen 10.07.2026) ist die 65-%-Erneuerbare-Pflicht beim Heizungstausch ersatzlos entfallen — und damit auch die frühere Kopplung an die Fristen der Wärmeplanung. Es gibt keine Austauschpflicht, keine Frist und keine Bußgelder für Eigentümer, die an den Wärmeplan in Ihrer Stadt geknüpft sind. Wer eine neue Gas- oder Ölheizung einbaut, muss allerdings die „Bio-Treppe“ beachten: ab 2029 mind. 10 % klimaneutrale Brennstoffe, steigend bis 60 % ab 2040.
Soll ich mit der Wärmepumpe auf den Wärmeplan in Ihrer Stadt warten?▾
Nur, wenn Ihr Haus in einem geplanten Wärmenetzgebiet liegt und ein Anschluss absehbar ist. Außerhalb geplanter Wärmenetzgebiete ist die Wärmepumpe die naheliegende Lösung — Warten bringt keinen Vorteil. Im Gegenteil: Der KfW-Klimageschwindigkeitsbonus (16 %) sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich um 4 Prozentpunkte, und auch die förderfähigen Kosten sinken. Wer jetzt plant, sichert die aktuellen Fördersätze.

Kommunale Wärmeplanung — Alle 733 Städte

Wählen Sie Ihre Stadt für stadtspezifische Preise, erreichbare JAZ, regionale Förderung und kostenlose Angebote.

Baden-Württemberg(76 Städte)

Baden-Württemberg gehört mit seinem milden Klima im Oberrheingraben und den kälteren Höhenlagen des Schwarzwalds zu den vielfältigsten WP-Standorten Deutschlands. Das L-Bank-Kombi-Darlehen ergänzt die KfW-Förderung optimal. Mit über 1.700 Sonnenstunden pro Jahr lohnt sich die PV+WP-Kombination besonders und treibt die hohe Installations­quote.

Bayern(104 Städte)

Bayern ist Deutschlands größtes Bundesland mit starken klimatischen Unterschieden zwischen dem kalten Alpenvorland (JAZ ~3,2) und dem warmen Mainfranken (JAZ ~3,8). Die hohe Eigenheimquote und ländliche Struktur machen Bayern zum WP-Spitzenreiter bei Installationen. Zusätzlich zu KfW gibt es regionale Förderungen wie das Modernisierungsprogramm.

Berlin(1 Städte)

Berlin als Großstadt mit dichtem Wohnbestand stellt besondere Anforderungen: viele Wohnungen in Mehrfamilienhäusern benötigen Systeme ohne große Außengeräte. Die milde kontinentale Klimazone (JAZ 3,5+) und das hohe Mieterquoten machen zentrale WP-Lösungen und Mietmodelle zunehmend attraktiv.

Brandenburg(45 Städte)

Brandenburg hat ein kontinentales Klima mit kalten Wintern und guter WP-Eignung (JAZ 3,3–3,6). Als bevölkerungsarme Flächenregion sind hier gut erreichbare Handwerker essentiell — lokale Netzwerke spielen eine Schlüsselrolle. Das Brandenburger Förderprogramm ergänzt die KfW-Unterstützung.

Bremen(2 Städte)

Bremen mit Bremerhaven ist maritime Hafenregion mit mildem, feuchtem Klima und hohem Niederschlag. Die Luft-Wasser-WP ist ideal für die norddeutsche Küstenzone (JAZ 3,4–3,7). Als kleinster Bundesstaat ist die Fachbetrieb-Dichte hoch und Reaktionszeiten sind kurz.

Hamburg(1 Städte)

Hamburg an der Unterelbe hat ein gemäßigt-maritimes Klima mit milden Wintern — perfekt für Luft-Wasser-WP (JAZ 3,5+). Die hohe Baudichte und viele Altbauten erfordern clever dimensionierte Systeme. Hamburg fördert Wärmewende zusätzlich zur KfW kräftig mit Landesmitteln.

Hessen(53 Städte)

Hessen ist wirtschaftlich stark und hat gemischte Topografie: Rhein-Main wärmer, Bergland kälter (JAZ-Range 3,3–3,9). Die hohe Eigenheimquote im Speckgürtel um Frankfurt fördert WP-Nachfrage. Das Hessische Programm bietet Zusatzboni für Sanierung und Solarintegration.

Mecklenburg-Vorpommern(36 Städte)

Mecklenburg-Vorpommern ist Deutschlands dünnste besiedelte Region mit kontinentalem Klima, langen kalten Wintern und schwacher Fachbetrieb-Dichte. Gleichzeitig ist die Luft-WP-Eignung gut (JAZ 3,2–3,5). Hohe Handwerkskostenquoten und längere Anfahrtswege prägen die Region.

Niedersachsen(68 Städte)

Niedersachsen ist Deutschlands flächengrößtes Bundesland mit gemischter Topografie (norddeutsche Tiefebene bis Harz) und maritim-kontinentalem Klima. Die hohe Quote an Ein- und Zweifamilienhäusern begünstigt WP-Expansion (JAZ 3,3–3,7). Lokale Fachbetriebe sind vielerorts unterversorgt.

Nordrhein-Westfalen(131 Städte)

NRW als bevölkerungsreichster Bundesstaat hat stark variirendes Klima: Rheinland wärmer, Bergland kälter (JAZ 3,2–3,9). Die hohe Dichte an Altbauten und Gewerbe erfordert adaptive Systemdimensionierung. Starke Handwerkszünfte und etablierte Wärmepumpen-Installateure sichern gute Verfügbarkeit.

Rheinland-Pfalz(34 Städte)

Rheinland-Pfalz hat mildes Klima im Rheintal (JAZ 3,7+) und ist geprägt von Weinbau und Tourismus. Südexposition vieler Häuser ermöglicht hohe Solarerträge, was WP+PV besonders attraktiv macht. Die Eifel im Westen ist kälter und weniger dicht besiedelt.

Saarland(10 Städte)

Das Saarland ist Deutschlands kleinstes Flächenbundesland mit mildem westeuropäischem Klima und guter WP-Eignung (JAZ 3,6–3,9). Wärmemarkt und Handwerksdichte sind konzentriert; kurze Fahrtdistanzen reduzieren Installationskosten. Grenznähe zu Luxemburg und Frankreich öffnet vergleichende Perspektiven.

Sachsen(48 Städte)

Sachsen mit Dresden und Leipzig ist ostdeutsche Wachstumsregion mit kontinentalem Klima (JAZ 3,3–3,6) und steigender WP-Quote. Sanierungsquoten sind regional sehr unterschiedlich. Energiepreise sind regional günstiger, aber Fachbetrieb-Verfügbarkeit ländlich schwächer.

Sachsen-Anhalt(40 Städte)

Sachsen-Anhalt ist dünner besiedelt mit kontinentalem Klima und guter WP-Effizienz (JAZ 3,3–3,7). Die Region kämpft mit Handwerksmangel und längeren Anfahrtswegen. Steinkohle-Ausstieg und Energiewende treiben Biomasse und WP-Interesse, aber Kapazitäten sind knapp.

Schleswig-Holstein(44 Städte)

Schleswig-Holstein ist maritime Nordsee-Ostsee-Region mit mildem Klima, hohem Windpotenzial und ideal für WP-Kombination mit Windstrom (JAZ 3,5–3,8). Landesteil Dithmarschen und Eider sind weniger dicht, aber Küstenregionen haben starken Handwerkseinsatz. Inseln stellen Sonderfall dar.

Thüringen(40 Städte)

Thüringen ist waldreiches Mittelgebirgsland mit kontinentalem Klima und variabler WP-Eignung (JAZ 3,2–3,7, kälter in höheren Lagen). Ländliche Struktur mit Handwerksmangel; Finanzierbarkeit oft kritischer als in Westdeutschland. Regionale Biomasse-Tradition konkurriert mit WP-Expansion.

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